Vereinsfahrten
Alle zwei Jahre wird der MGV auch über Eversburg hinaus zu einem Botschafter der Musik,
wenn die Vereinsmitglieder zu ihrer mehrtägigen Bustour starten.
Ziel der Reisen ist es gleichermaßen Natur und Kultur zu erkunden und in Städten und Orten kulturelle Einrichtungen und bedeutende historische Bauwerke mit ihrem geschichtlichen
Hintergrund näher kennen zu lernen.
Berlinfahrt 20.-23-09. 2012
Ausflug des MGV „Eintracht-Eversburg“ nach Berlin

Alle zwei Jahre macht der MGV seinen traditionellen Vier-Tagesausflug. Dieses Jahr ging es nach Berlin und in den Spreewald. Unser Festwart Heinz Frickenschmidt hatte diese Reise mit der ZIK, die auf Gruppenreisen spezialisiert ist, geplant. Pünktlich kam ein holländischer Bus mit dem Busfahrer Benny zu den vereinbarten Abfahrtsstellen. Nach alter Tradition wurde mit dem Lied „Großer Gott wir loben Dich“ um gutes Wetter und einen angenehmen Verlauf der Reise gebeten. Unterwegs gab es an der Raststätte Auetal ein von Reinhard Kröner zubereitetes Frühstück mit Kaffee, Brötchen, Wurst, Käse und Gurken. Über Hannover ging es zunächst nach Magdeburg. Dort haben wir den prächtigen Dom besichtigt und im Dom die Lieder „Gib uns Herr den Frieden“ und „Heilig, heilig, heilig“ gesungen. In der Nähe des Doms besichtigten wir das von Hundertwasser gebaute Geschäfts- und Wohngebäude. Wir waren fasziniert von den vielen Türmen und bunten Kacheln, die dem Haus die besondere Note geben. Nach einer kleinen Pause ging es weiter nach Berlin. Um 16.00 Uhr trafen wir im Dorint Hotel in der Nähe des Flughafens Tegel wohlbehalten ein. Das Dorint Hotel liegt direkt in der Einflugschneise zum Flughafen und die Flugzeuge flogen in einer Höhe von ca. 100 m über uns hinweg. Wegen des Nachtflugverbots störte es aber nicht, zumal wir tagsüber immer unterwegs waren. Wir hatten im Hotel ein reichhaltiges Abendessen in Buffetform und am nächsten Morgen erwartete uns ein Frühstücksbuffet. Unseren Stadtführer nahmen wir am Tiergarten in Empfang und er erzählte uns bei der Rundfahrt von den einzelnen Stadtteilen, wies uns auf den ehemaligen Verlauf der Mauer hin und zeigte uns die vielen in den letzten Jahren entstandenen Neubauten im Regierungsviertel rund um das Brandenburger Tor. Aufgrund eines Unfalls hatten wir am ehemaligen Checkpoint Charlie genug Zeit, um eine Pause einzulegen. Die dadurch verkürzte Rundfahrt hat uns trotzdem einen Eindruck davon gegeben, dass Berlin eine junge Stadt ist und junge Leute aus aller Welt in den letzten Jahren angezogen hat. Nachmittags besichtigten wir das Reichstagsgebäude und den Plenarsaal des Bundestages. Wir waren erstaunt über die Sicherheitskontrollen, die ähnlich abgewickelt werden wie auf den Flughäfen. In der Kuppel des Reichstagsgebäudes haben wir spontan ein Lied gesungen und ernteten stürmischen Beifall der anwesenden Besucher. Die anschließende Schifffahrt auf der Spree vermittelte uns einen Eindruck der Regierungsgebäude, des Berliner Doms und des neuen Hauptbahnhofes von der Wasserseite aus. Das Abendessen wurde in einem Altberliner Brauhaus eingenommen und alle waren danach von den vielen Sehenswürdigkeiten zu müde für das Berliner Nachtleben. Am nächsten Tag fuhr der Bus uns in den Spreewald. In Lübbenau machten wir zunächst eine dreistündige Kanufahrt. Auf zwei Boote verteilt wurden wir auf den vielen natürlichen Wasserläufen der Spree durch unberührte Natur gestakt. Die größeren Ort wie Lübben, Lübbenau und Vetschau haben nach der Wende vor allem viele junge Einwohner verloren. Zu DDR Zeiten waren diese im Braunkohle Tagebau beschäftigt und nach der Einstellung des Abbaus gab es viele Arbeitslose. Vor allem die jungen Leute zogen damals gen Westen. Inzwischen hat sich aber durch die Forcierung des Fremdenverkehrs und die vielen Besucher wieder ein bescheidener Wohlstand breit gemacht. Wir fuhren an vielen hübschen kleinen Orten und Wochenendhäusern vorbei und machten in Lehde Rast zum Mittagessen. Zum Dank für die Gastfreundschaft sangen wir dort: „Ei du Mädchen vom Lande“ und „Heimat“. Danach kam die Sonne wieder zum Vorschein und erwärmte uns mit ihren Strahlen. Nach der Kanufahrt stieß ein Reiseführer zu uns, der uns durch den unteren und oberen Spreewald führte. Er erzählte uns viel über die Bewohner und die Verluste an Bevölkerung wegen der Schließung des Braunkohlen Tageabbaus. Auf der Rundfahrt besichtigten wir eine Trachtenstickerei und staunten über die wunderschönen Trachten, die dort gefertigt wurden. Wir besichtigten die einzige Windmühle Europas, in der neben dem Mahlen von Getreide auch Öl hergestellt wird. Wir waren erstaunt in Straupitz eine Kirche vorzufinden, die von Schinkel gebaut worden ist.

Nach der Rückkehr in Berlin gab es Abendessen im Brauhaus Lemke in der Nähe unseres Hotels. Am nächsten Tag ging es nach Einnahme eines reichhaltigen Frühstücksbuffets in Richtung Potsdam. Dort erwartete uns eine Stadtführerin, die uns die Sehenswürdigkeiten Potsdams zeigte und durch den Park Sanssoucis führte. Nach der Einnahme von Berlinern und Brezeln, die wir in einer Bäckerei gekauft hatten, ging es dann Richtung Osnabrück, das wir um 18.30 Uhr wohlbehalten erreichten. Alle Teilnehmer der Fahrt waren über die vielen Sehenswürdigkeiten und von der Organisation begeistert und freuen sich schon auf die nächste Fahrt in zwei Jahren.

MGV Usedom Fahrt vom 1.-4.Mai 2008

Am Donnerstag dem 1. Mai 2008 haben wir uns nach Usedom auf den Weg gemacht.
Um 6Uhr steigen 23 Sänger in den Bus hinein und fahren los bei Sonnenschein.

Maria bringt uns dem Ziel entgegen, auf der Autobahn gibt es so manchen Stau,
aber Sie fährt uns sicher eine „tolle“ Frau.

Den großen Gott haben wir gleich zu Anfang der Fahrt gelobt,
und somit gleich das erste Lied geprobt.

Frühstück bereiteten wir uns hinter Bremen am Grundbergsee,
auf einem Parkplatz mit grünem Klee.

Es gab Kaffee und Tee, Wurst, Käse, Brötchen und Baguette.
unser Reinhard kredenzte alles sehr nett.

Zwischendurch wurde dann schon mal ein „Kurzer“ eingegossen,
den haben wir auf das Wohl der Spender genossen.

Die Kartenspieler haben am provisorischen Tisch zusammen gefunden
und spielten Doppelkopf so manche Runden.

In Wismar, am Marktplatz bei der Wasserkunst, ließen wir unseren Gesang erklingen
um anderen Gästen Freude zu bringen.

Der Erfolg war groß, wir hätten noch viel singen können, aber wir mussten wieder los.

Bis Bansin waren es noch 208 Km, um 16:15 sind wir angekommen und wurden gleich
freundlich von zwei Damen in Empfang genommen.
Die Koffer wurden auf die Zimmer gebracht, dann haben wir uns frisch gemacht.

Um 18 Uhr wurde das Abendessen serviert, zuvor haben wir noch den Begrüßungsschluck probiert.
Unser Schriftführer Manfred war schon vor Ort und führt dieses Schriftstück ab hier fort. Jahreshauptversammlung des MGV „Eintracht – Eversburg“ e. V.

Jahresfahrt des MGV Eintracht Eversburg vom 25.05 bis 28.05.2006 in den Bayerischen Wald

Um 05.30 ging die Fahrt mit der Firma Wöstmann in den Bayerischen Wald los. Zum ersten Mal seit langem fuhren wir bei leichtem Nieselregen ab. Auf Wunsch des Wirts unseres Sängerlokals Kohlbrecher haben wir davon Abstand genommen, unser traditionelles Lied „Am kühlenden Morgen“ zu singen. Wegen des Regens ist uns dieses auch nicht schwer gefallen. Im Bus haben wir dann aber das Lied „Großer Gott, wir loben dich“ angestimmt. Die Fahrt ging dann über Halle, Paderborn, Kassel zunächst bis Regensburg. Das traditionelle Frühstück mit frischen Brötchen, Wurst, Käse und Gurken konnten wir unterwegs bereits trocken auf einem Parkplatz zu uns nehmen. Je weiter die Fahrt nach Süden ging, um so heller wurde es. In Regensburg nahmen wir um 15.00 Uhr an einer Pontifikalvesper mit dem Bischof Gerhard Ludwig und den Regensburger Domspatzen im Hohen Dom Sankt Peter teil. Nach der Vesper hatten wir Gelegenheit ebenfalls im Dom zu singen. Gesungen wurden die Lieder „Sancta Maria“ „ Führe uns den richtigen Weg“ und „Herr deine Güte“. Dann ging die Fahrt weiter zu unserem Hotel nach Rattenberg, das wir um 18.15 erreichten. Vor dem Abendbrot wurde uns ein Film über die Sehenswürdigkeiten und das Brauchtum im Bayerischen Wald gezeigt.

Am nächsten Morgen stieß der Reiseführer Herbert Ochsenbauer zu uns, der uns zwei Tage begleitete. Unser Bus brachte uns dann zur Kirche in Viechtach und zur Wallfahrtskirche Weißenregen bei Kötzting. In der Wallfahrtskirche konnten wir die berühmte Fischerkanzel bewundern. In beiden Kirchen wurden einstudierte Kirchenlieder auswendig gesungen. Die beiden Kirchen hatten eine ausgezeichnete Akustik und das Singen machte allen viel Freude. Dann fuhren wir durch das Zellertal, einem wunderschönen Tal mit vielen Wiesen und schönen Bauernhöfen zur Bärwurzerei Drexsler. Unterwegs kamen wir an vielen Totenbrettern als Andenken an die Verstorbenen vorbei, die in den kleinen Dörfern am Straßenrand standen. In der Bärwurzerei wurden wir durch einen Film über die Herstellung des Bärwurz informiert und konnten anschließend die verschiedensten Sorten probieren. Danach ging es zum Ort Arnbruck in das Glasdorf Weinfurtner. Dort konnten wir einem Glasbläser bei der Arbeit zuschauen und waren fasziniert, mit welcher Geschicklichkeit und in welch kurzer Zeit dieser die verschiedensten Glasfiguren herstellte. In dem Glashaus konnte man nach Herzenslust die verschiedensten Glasbläserarbeiten anschauen und auch kaufen. Auch der Erlebnisgarten rund um das Glasdorf war einen Besuch wert. Es war eine toll gepflegte Anlage mit einem durchfließenden Bach, Teichen, kleinen Brücken und dazwischen immer wieder hübsche Glasbläserarbeiten. Auf der anschließenden Fahrt nach Bodenmais, dem Fremdenverkehrsort mit den meisten Übernachtungen im Bayerischen Wald, fing es leider an zu regnen und wir haben von Bodenmais nur das Zentralcafe kennen gelernt. Abschließend haben wir noch die Gläserne Scheune besichtigt. Die ursprüngliche Scheune hat der Künstler Rudolf Schmidt sen. und seine Familie in ein Gesamtkunstwerk verwandelt, das in seiner Art einmalig ist. Das mit 70 qm größte Glasgemälde stellt die Geschichte vom Mühlhiasl dar. Diese zeigt in Bildern auf Glas Leben und Weissagung des Bayernwaldpropheten. Wir bedankten uns bei Frau Schmidt und unserer Führerin durch die Gläserne Scheune mit dem „Lied von den zwölf Räubern“ und „Mala Moja“. Frau Schmidt war begeistert und überreichte unserem Vorsitzenden als Dank ein kleines Geschenk. Um 18.00 Uhr erreichten wir unser Hotel und ließen nach dem Essen den Abend bei einigen Gläsern Bier ausklingen.

Am nächsten Morgen trafen sich die Schwimmer in dem kleinen Hallenbad im Erdgeschoss, um sich für den Tag fit zu schwimmen. An diesem Tag ging die Fahrt über Viechtach, Regen und Zwiesel nach Bayerisch Eisenstein. In Zwiesel werden mehr als die Hälfte aller Gläser in Deutschland hergestellt. Früher beschäftigten die Schottwerker 3.000 Arbeitnehmer, jetzt sind es nur noch 500. Die Grenze nach Tschechien verläuft quer durch das Bahnhofsgebäude in Bayerisch Eisenstein. Während des kalten Krieges war die Eisenbahnverbindung unterbrochen und auf tschechischer Seite bereits viele Gleise entfernt worden. Die Grenze war durch einen hohen Bretterzaun dicht gemacht worden. Nach der Wende wurde die Bahnverbindung sehr schnell wieder ausgebaut und im Beisein von unserem früheren Bundeskanzler Helmut Kohl wieder in Betrieb genommen. Wir sind mit der Eisenbahn über den Kamm des Böhmer Waldes nach Klatovy (Klattau) gefahren. Dort haben wir uns den schwarzen Turm, das Rathaus und die Stadtbefestigung aus dem 14. bis 17. Jahrhundert angesehen. Alles war gut erhalten und restauriert. Klattau ist auch bekannt als die Stadt der Nelken und als Zentrum für Musikschulen. Auf dem Markt haben wir spontan diverse Lieder gesungen. Anschließend haben wir in einem typisch böhmischen Lokal Schweine- bzw. Rinderbraten mit Klößen und Kraut gegessen. Das Essen mit einem Getränk und Kaffee war im Reisepreis enthalten. Die Bedienung hielt es aber nicht für nötig, nach weiteren Wünschen zu fragen. An diesem Samstag hatten bereits alle Geschäfte ab 12 Uhr geschlossen. In den Seitenstraßen der Stadt und in den Dörfern, durch die wir fuhren, war noch viel alte und herunter gekommene Bausubstanz zu sehen. Es erinnerte viel an die Verhältnisse in den neuen Bundesländern kurz nach der Wende.

Unser Bus hat uns in Klattau abgeholt und fuhr zurück durch den südlichen Böhmer Wald. Es war eine landschaftlich schöne Gegend und hier wohnten bis Ende des 2. Weltkrieges die Sudetendeutschen. Wir konnten gut verstehen, dass sie Zeit ihres Lebens ihre schöne Heimat nicht vergessen konnten. Vor dem Krieg lebten in Böhmen ca. 4.Mio. Sudetendeutsche, davon sind 3,5 Mio. vertrieben worden. Kurz vor der deutschen Grenze auf der Rückfahrt nach Bayerisch Eisenstein waren ca. 50.000 Russen auf den Höhen stationiert. Dazu hatte man ganze Dörfer evakuiert und dem Erdboden gleich gemacht. Die Russen hausten in einfachen Unterkünften, die inzwischen weitgehend abgebaut oder verfallen sind. Es sollen dort auch mehrere Abschussrampen für Atomraketen gewesen sein. Unser Reiseleiter berichtete uns, dass durch das Preisgefälle im Dienstleistungsbereich vor allem die Handwerker in der Nähe der Grenze enorme Probleme haben. In Tschechien kostet die Handwerkerstunde ca. 10 €, in Bayerischen Wald dagegen 45 €. Auch die Besucherzahlen im Bayrischen Wald sind in den letzten Jahren ständig zurückgegangen, so dass viele Hotels und Pensionen zunehmend in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. Viele Arbeitnehmer haben dadurch ihren Arbeitsplatz verloren und fahren täglich bis nach Linz in Österreich und verdienen dort ca. 3 € weniger als früher in ihrer Heimat.

Am Abend erwartete uns im Hotel ein Schlemmerbufett unter dem Motto „ Viva Italia“. Es gab geschmackvolle Antipasti, Salate, Kartoffelsuppe, Hirschragout, Kalbsbraten, gefüllte Tintenfische mit vielen Zutaten. Zum Schluss gab es noch ein ausgezeichnetes Nachtischbufett, bei dem die meisten Sänger noch ausgiebig zugelangt haben. Nach der großen Völlerei haben viele die Gelegenheit genutzt, um einen kleinen Rundgang durch das Dorf Rattenberg zu machen. Leider fing es später auch wieder an zu regnen und der Rundgang musste abgebrochen werden. Den Ort Rattenberg kannten wir im Wesentlichen nur von Durchfahrten zum Hotel. Zu weiteren Erkundungen spielte das Wetter einfach nicht mit.

Nach zwei Abschiedsliedern in der Hotelhalle in Anwesenheit der Wirtin und ihrer Tochter bestiegen wir den Bus wieder bei Regenwetter zur Rückfahrt. Zunächst besuchten wir aber noch die Wallfahrtskirche Bogenberg, die sich auf einem Felskegel oberhalb der Donau mit wunderschönem Blick auf das Umland befindet. Zu den Besonderheiten der Wallfahrtskirche gehört die Pfingstkerze. In Erfüllung eines Gelübdes wird jedes Jahr von Holzkirchen bei Vilshofen eine 13 m lange und circa 1 Zentner schwere Kerze zu dieser Kirche getragen. In einer Fußwallfahrt tragen die Pilger diese Kerze 75 km weit. Am Pfingstsonntag wird diese Kerze dann stehend von den stärksten Burschen auf den Berg getragen und schließlich dem Gnadenbild „ Unserer Lieben Frau“ geopfert. Anlass des Gelübdes war die Bedrohung der Wälder durch den Borkenkäfer Ende des 15. Jahrhunderts. Rings um die Kirche ist ein Friedhof mit zum Teil sehr alten Gräbern. An einem Brunnen steht der alte Spruch : “Trink was klar ist, iss was gar ist und lieb was rar ist.“ Die Stadt Bogen ist auch die Wiege des Bayerischen Rautenwappens. Das Grafengeschlecht von Bogen führte diese Rauten einst in ihrem Wappen. Im Jahr 1204 heiratete die schöne Bogener Gräfin Ludmilla den Wittelsbacher Herzog Ludwig I und übernahm diese Rauten ins Hauswappen der Wittelsbacher. Auf diese Weise sind im heutigen Landeswappen des Freistaates Bayern die Rauten des Grafen von Bogen enthalten. Wir haben dann in der Wallfahrtskirche noch einige geistliche Lieder gesungen und freuten uns wieder über die schöne Akustik. Die Fahrt ging dann bei zunehmend besser werdendem Wetter zurück nach Osnabrück, das wir gegen 19:00 Uhr erreichten.

Trotz des Regens während der Fahrt und teilweise bei den Ausflügen war es wieder eine erlebnisreiche und harmonische Fahrt gewesen. Wir bedanken uns bei unserem Festwart Heinz Frickenschmidt, der zusammen mit der Firma Wöstmann diese Fahrt organisiert hatte

MGV Eintracht
Am 18.05. 2005 unternahm der Männergesangverein MGV Eintracht Eversburg eine Maifahrt zum Niedersächsischen Landtag.
Es nahmen insgesamt 39 aktive und passive Vereinsmitglieder, auch mit ihren Frauen,
an dieser Fahrt teil.
Der 1. Vorsitzende Alfred Twent begrüßte die Mitreisenden und stimmte das Loblied für eine gute Fahrt und glückliche Heimkehr an.
Als erstes Ziel steuerte der Busfahrer die Stadt Bückeburg an, wo die Teilnehmer zu einer Schlossbesichtigung erwartet wurden.
Nachdem sich alle im Innenhof des Schlosses eingefunden hatten, sang der Chor ein paar Lieder.
Danach begann die Führung in der Schlosskapelle.
Die Kapelle ist sehr reichhaltig und aufwendig mit vergoldeten Schnitzereien versehen und wird noch heute genutzt. Die Malereien waren lange Zeit unter einer schlichten weißen Farbe verborgen, und wurden mehr durch Zufall beim Restaurieren der Orgel, entdeckt und hervorgeholt. Eine Besonderheit ist, dass vor dem Altar die Herzen der Vorfahren beerdigt wurden. Man nahm an, dass im Herz auch die Seele wohnte und man wollte auch nach dem Tod, Gott möglichst nahe sein. Deshalb sind in den Bodenplatten goldene Kreuze eingelassen.
Bei der Schlossführung waren der Goldene Saal mit der berühmten Götterpforte, den 2 schweren Marmortischen und der Kassettendecke, sowie der Große Festsaal besonders beeindruckend.
Die noch heute von der Fürstenfamilie zu Schaumburg-Lippe bewohnte Residenz aus dem 13.Jahrhundert zählt zu den besterhaltenen Baudenkmälern Norddeutschlands. Das Schloss ist ein besonderes Schmuckstück im Schaumburger Land.
Im Anschluss an die Schlossführung wurde die Gruppe aus Eversburg von 2 Stadtführern abgeholt, die zunächst in die evangelische Stadtkirche führten. Nach einer kurzen Einführung im inneren der Kirche, wurden vom Chor sehr klangvolle Kirchenlieder gesungen. Die Zuhörer waren von dem Gesang sehr angetan.
Die Stadtkirche wurde in den Jahren 1611 bis 1615 unter der Herrschaft des Grafen Ernst zu Holstein-Schaumburg erbaut und gehört zu den schönsten und bedeuteten Kirchen des frühen Barock. Hier wirkte in den Jahren 1771 bis 1776 Johann Gottfried Herder als Konsistorialrat
Das kostbare Taufbecken aus Bronze wurde 1613 von Adrian de Vries geschaffen.
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Das besondere Merkmal dieser Kirche konnte man von außen sehen. In der prächtigen Fassade sieht man das Schriftband „EXEMPLUM RELIGIONIS NON STRUCTURAE“ d.h.
„Ein Beispiel der Frömmigkeit, nicht der Baukunst“.
Die vergoldeten Anfangsbuchstaben ergeben den Namen des Bauherrn Ernst.
Eigentlich sollte ein Turm gebaut werden, doch den hat man wieder abgetragen, da der Baugrund nicht genug belastbar war. Aus dem Material des Obernkirchener Sandsteines wurde dann eine Lateinschule gebaut. Hier wirkte in den Jahren 1771 bis 1776 Johann Gottfried Herder als Konsistorialrat
Beim weiteren Rundgang erfuhren die Teilnehmer, dass die Stadt ca. 20.000 Einwohner hat und vieles in Bückeburg nur durch die Fürstenfamilie entstehen konnte.
1906 wurde durch großzügige Spenden das große Rathaus nach den Plänen des Architekten Alfred Sasse aus Hannover-Linden im Stil der Weserrenaissaunce erbaut.
Hermann Löns war von 1907-1909 als Redakteur der Schaumburg - Lippischen Landeszeitung in Bückeburg. Es gefiel im aber recht wenig in Bückeburg, so dass er mit seiner Satire „Duodez“ durch Spott, der Stadt ein –wenig schmeichelhaftes- Denkmal setzte.
Die Stadtführung, führte auch am Hubschraubermuseum vorbei, und endete am Brauhaus, wo zu Mittag gegessen wurde.